Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback
   6.01.13 11:21
    Das was du da schriebst
   6.01.13 11:47
    Vielen Dank - dasselbe d
   8.01.13 06:22
    Gedacht formuliert (mit


http://myblog.de/mywriterscorner

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Begegnungen.

Ich wäre wunderschön. Hast du mir erzählt. Du hast gesagt, ich wäre außergewöhnlich. Und dabei gelächelt. Ich bin innerlich durchgedreht, aber natürlich konnte ich dir das nicht zeigen. Stattdessen habe ich auf meine Füße gesehen. Alte, ausgetretene Chucks. ‚Die müssten dringend ersetzt werden, denke ich, nur um nicht über das nachdenken zu müssen, was du mir gerade gesagt hast. Nur um bloß nicht antworten zu müssen. Nervös ziehe ich an meiner Zigarette, weil mir meine Schuhe dann irgendwie doch nicht mehr so interessant erscheinen. Du beugst dich zu mir runter. Deine perfekten Locken kitzeln in meinem Gesicht und zwingen mich dazu, dich anzulachen. Du lachst mit. Als ich aufsehe, weil ich inzwischen doch festgestellt habe, dass du um einiges schöner bist, als meine kaputten Schuhe, siehst du mich genau mit dem Lachen an, welches ich so sehr an dir liebe. Nein, Liebe ist in unserer Beziehung ein viel zu großes Wort. Viel zu voreilig von mir in den Mund genommen. Dein Gesicht ist gefährlich nah an meinem. Du hast keine Zigaretten mehr. Natürlich gebe ich dir welche und bekomme zum Dank wieder dein perfektes Lachen. Ernsthaft - Warum ich? Wir reden, lachen, trinken, rauchen. Wie lange weiß ich nicht mehr – es kommt mir vor, als wären es bereits Stunden. In meinem Kopf gibt es gerade nur dich und mich. Ich weiß nicht, worüber du redest, obwohl ich seit einer gefühlten Ewigkeit an deinen Lippen hänge. Bin auf den Mund gefallen - Warum nicht auf deinen? - und kann nicht mehr klar denken. Du beugst dich wieder zu mir runter. Flüsterst in mein Ohr. ‚Du bist wunderschön.’ Es ist, als hätte ich verlernt mit meinen Lippen und meiner Zunge die Worte zu formen, die ich dir so gerne sagen würde. Als würdest du mich vergessen lassen können, was ich vor fast 2 Jahrzehnten gelernt habe. Vielleicht kannst du das ja wirklich. Ich will diesen wunderschönen Satz, welcher bestimmt schöner ist, als ich in deinen Augen, erwidern. Wirklich. Ich will dir sagen, dass DU wunderschön bist. Denn das, mein unbekannter Freund, war das erste, was mir durch den Kopf schoss, als ich dich vorhin das erste Mal gesehen habe. Doch das war anscheinend nicht wichtig. Während ich dich vor nicht einmal einer halben Stunde lediglich schüchtern angestarrt habe, verzaubert von deiner Schönheit, hast du dir bereits einen Weg zu mir gebahnt. Hast mich angelacht, als du vor mir standst. Und mich so zum nervösesten Mädchen im ganzen Club gemacht. Als du deine Hand an meine Hüfte gelegt hast, dachte ich, ich würde wie Butter in der Sonne, unter deinen Fingern schmelzen. Doch für dich schien das selbstverständlich. Du warst nicht aufdringlich. Du hast vorsichtig deine langen schmalen Finger meinen Hals entlang wandern lassen und mich angelächelt. Und mir gesagt, dass ich wunderschön wäre. Gerade du! Ich hätte niemals gedacht, dass jemand wie du Interesse an mir haben könnte. An jemandem wie mir. Als ich dich gesehen habe, schön wie du warst, hätte ich nie ernsthaft geglaubt, dass du mich eine kurze Zeit später sogar küssen würdest. Du hast dich zu mir runtergebeugt, die Hand in meinem Nacken. Gänsehaut zog sich meinen gesamten Körper herunter. Du riechst nach Bier und Zigaretten. Macht nichts. Ich bestimmt auch. Deine Lippen berühren sanft und zitternd meine Wange, bis sie langsam, aber bestimmt auf die meinen treffen. Ich erwidere deine Geste – bestimmt genauso zitternd, wie du selbst. Langsam lösen wir uns voneinander, ich gucke wieder auf meine Schuhe – du merkst meine Verlegenheit und lächelst wieder um sie zu verscheuchen, drückst mich an dich. Deine Finger gleiten hinunter zu den meinen und ich spüre das sanfte Knistern von Papier zwischen ihnen. ‚Falls wir uns wiedersehen’ war das letzte was ich verstand, bevor wir uns voneinander lösten, du mir einen letzten Kuss gabst und im Morgengrauen verschwunden bist. Verzaubert von den letzten Stunden ging ich nachhause. Vor dem Einschlafen, dachte ich noch, ich würde dich nie wiedersehen, dass das einzige was mir von dieser Nacht geblieben ist, eine schöne Erinnerung sein würde – bis mich eine Weile später das schrille Klingeln meines Handys aus dem Schlaf riss. ‚Ich würde dich gerne wiedersehen.’
6.1.13 13:20
 
Letzte Einträge: Drei Magische Worte, Scherbentanz, eigenständig, Prison. , Facebook


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung