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Drei Magische Worte

Ich drehe die Flasche in meiner Hand mit dem Hals nach unten, damit du siehst, dass sie leer ist. Du lächelst und stellst mir die nächste auf den Tisch, auch wenn du insgeheim weißt, dass ich eigentlich keine mehr brauche. ‚Und jetzt?’, fragst du. Ich weiß was du meinst. Ich weiß es ganz genau. Ich will diese Frage nie wieder hören und ich weiß auch immer noch keine Antwort. Vielleicht auch, weil der Alkohol allmählich meine Gedanken vernebelt. ‚Vielleicht ist es besser, wenn wir das ganze einfach lassen’, nuschele ich in meinen Schal hinein und will diesen Satz am liebsten sofort wieder zurücknehmen. Mit großen Augen schaue ich aus meinem selbstgebauten Kokon aus viel zu vielen Wintersachen hinaus und direkt in dein Gesicht. Du siehst mich fragend an. ‚Er hat mich nicht gehört’, denke ich erfreut und hab gleichzeitig das Gefühl, dass mir ein halbes Gebirge vom Herzen fällt. Mit dem Herzen ist das im Moment sowieso so eine Sache. ‚Ich hab’ das Gefühl’, fährst du fort, ‚dass du unglücklich bist. Als würde dich das hier nicht glücklich machen oder du eigentlich nicht…’ Den Rest des Satzes hör ich gar nicht mehr, ich bin zu sehr damit beschäftigt, meine Konzentration wieder dir zuzuwenden, was bei meinem berauschten Zustand gar nicht so einfach ist. Zumal ich die eben gehörten Worte erstmal verdauen muss, obwohl ich am liebsten kotzen würde. ‚Hat er gerade festgestellt, dass ich unglücklich bin?’, frage ich mich leise. ‚Hat er gerade wirklich bemerkt, dass mich diese Sache, wie ich es insgeheim nenne, wirklich nicht glücklich macht?’ Ich muss mich zusammenreißen nicht loszulachen, vermutlich auch, weil ich dann wirklich gekotzt hätte. Stattdessen sehe ich ihn spöttisch an, zumindest glaube ich, dass ich einen spöttischen Gesichtsausdruck aufgesetzt habe. Du scheinst es nicht zu bemerken, denn in deinem wunderschönen Gesicht sehe ich immer noch lauter Fragezeichen. ‚Also, was denkst du darüber?’, fragst du mich lächelnd. LÄCHELND! Wie kann man bei einem solchen Thema fröhlich sein, oder so aussehen. Ich wende den Blick ab, kann nicht ertragen, dass du mich anlächelst. Auch wenn es in meinen Augen das schönste Lächeln der Welt ist. Ich will aufstehen, mir noch ein Bier holen, stelle jedoch fest, dass meine Muskeln nicht so wollen, wie ich. Resigniert lasse ich mich wieder auf den Stuhl fallen und gucke dich mit meinem Hundeblick an. ‚Guck nicht so’, sagst du und lachst. Schon wieder lachst du. Während mir langsam die Tränen in den Augen stehen. Ich will dir sagen was ich denke, was ich fühle, doch wollen die Worte nicht so recht meinem Mund entweichen. Ich weiß nicht wie ich dir sagen soll, dass du der Mensch bist, an den ich als erstes denke, sobald ich aufstehe und der letzte, bevor ich Schlafen gehe. Mir fehlen die Worte, dir zu sagen, dass ich jedes Mal, wenn ich dich sehe, halb durchdrehe vor Sehnsucht nach dir und auch die, die dir sagen sollen, wie viel Angst ich habe, ich würde damit unsere Freundschaft zerstören. Ich finde die Worte nicht, die dir sagen sollen, dass ich in deiner Gegenwart, ja sogar, wenn ich nur an dich denke oder von dir erzähle, das schlimmste Herzrasen, seit einer gefühlten Ewigkeit bekomme. Meine Lippen wollen die Worte nicht formen, die, dir sagen sollen, wie viel du mir bedeutest. Genauso wenig, wie sie beschreiben können, wie wunderschön, du eigentlich bist. All das hab ich dir schon tausendmal in meinem Kopf gesagt – und jetzt stehst du hier vor mir und willst wissen, wie ich fühle. Noch nie waren drei kleine Worte so schwer. Noch nie hat es mich so viel Überwindung gekostet, mit einem Menschen zu sprechen. Ich bewege meine Lippen. ‚Wie bitte?’, fragst du und siehst mich verständnislos an. „Ich liebe dich.“ Ich habe es gesagt. Endlich. Und warte.
6.1.13 10:59
 
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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(6.1.13 11:21)
Das was du da schriebst kann ich gut nachvollziehen... mir geht oft gleiches durch den Kopf. Ich drücke dir ganz fest die Daumen und wünsche dir dass du glücklich wirst.


(6.1.13 11:47)
Vielen Dank - dasselbe dir natürlich auch - freut mcih dass dir der text gefallen hat

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